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Aufenthaltskarte für den Eisenbahnarbeiter Bautsch

Bau der Eisenbahntrasse Harburg- Hannover 1847


Nr.2455

Aufenthalts=Karte

Für den Eisenbahn-Arbeiter Bautsch
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(§ 11. der Ministerial-Bekanntmachung v. 4 Julius 1845)

Jeder Arbeiter soll während und außer der Arbeitszeit sich ruhig und gesittet betragen.
Er soll fleißig und mit seinen Arbeitsgenossen verträglich sei, und den Anordnungen der Baubeamten Gehorsam leisten.
Ungehorsam, Beleidigung der Bahnbeamten, Sittenlosigkeit, Unverträglichkeit, Trunk, Unfug jeder Art während und außer der Arbeitszeit soll durch sofortige Entfernung aus der Arbeit beim Bau der Eisenbahn geahndet werden und zur Zulassung zu ferneren Arbeiten unfähig machen. Die nach den bestehenden Gesetzen verschuldete Strafe zu verhängen, bleibt der Obrigkeit außerdem vorbehalten.

Dem Arbeiter Heinrich Friedrich Bautsch aus Röbbel,
welcher durch Attest des Bauernmeister sich ligitimiert hat, wird der Aufenthalt im Bezirke des Königl. Amtsgericht Medingen behuf Verrichtung von Arbeiten beim Baue der Eisenbahn bis auf weitere Verfügung hierdurch gestattet.
Die überlieferten Legitimattion-Papiere werden nur gegen Rückgabe dieser Karte, welche mit den vorschriftsmäßigen Bescheinigungen des bisherigen Schachtmeisters und Quartierwirts de Inkabers und Bau-Offikanten versehen seinmuß, ausgehändigt werden.

Medingen den 18ten November 1845

Königlich-Hannoversches Amt

Hoppenstedt



Gegen die Abreise des Inhabers wird von uns nichts zu Erinnern gefunden

Schachtmeister Quartierwirth

(Quelle: C. F. Bautsch / Groß Hesebeck)