Sie sind hier: Startseite // Blog

Die alte Pfarrscheune

Die Alte Pfarrscheune an der Ilmenau in Bevensen (zwischen Pastorenstr. 20 und 22)

Die Pfarrscheune (rechts im Bild) stand zwischen der 1743 erbauten Alten (Pastorenstr. 20) und der 1968 erbauten Neuen Superintendentur (Pastorenstr. 22). Der letzte Superintendent (1936-1966), der in der Alten Superintendentur gewohnt hat, war Martin Stünkel, der 1968 mit seinem Schwiegersohn Emil Schulze das Buch „Bevensen im Wandel der Zeit“ (Becker Verlag, Uelzen) verfasste. Sein Nachfolger war Pastor Helmke, der auch letzter Superintendent Bevensens war.
Er lebte bis 1971 in der Neuen Superintendentur. Danach lebten dort die Pastoren Hube (1971-1978), Kritzokat (1978-1994) und Schnell (1994-2003). Nach einem zweijährigen Leerstand und Sanierung bezog die Familie Huber das Haus im Jahre 2005. Bei der Anpflanzung einer Hecke an der Grundstücksgrenze wurden Reste des Mauerwerks der alten Pfarrscheune ausgegraben.Die Scheune war bis 1944 ein reines Wirtschaftsgebäude in dem sich ein Schafstall, ein Pferdestall und die Waschküche befanden. Im Zuge der Aktion zur Beschaffung von Wohnraum für das Personal des Hamburger Krankenhauses wurde 1944-1945 ein Teil der Scheune als Wohnung ausgebaut. Sie war zunächst von Ärzten des Krankenhauses bewohnt, danach von dem Organisten, dessen Wohnung im Gemeindehaus noch blockiert war.

Einige Jahre war dann die Schwesternstation des Deutschen Roten Kreuzes dort untergebracht, zuletzt war es die Wohnung des pensionierten Gemeindediakons Rehberg. Die baufällige Scheune wurde 1967 abgebrochen. (Quelle: Stünkel, Martin: Bevensen im Wandel der Zeit, 1968: Uelzen, Seite 158).

Die Pfarrscheune (hier rechts im Bild) in einer Zeichnung aus dem Jahre 1928 von W. Thiermann (Uelzen), Seite 24a, in: F. Brohmann, Geschichte von Bevensen und Kloster Medingen.

Vor der Scheune um 1940: Marie Neubauer (stehend), Heiner und Klaus Bartels, Stünkel-Kinder (Elisabeth, Wartmut, Gertraut, Hanna). Quelle: Elisabeth Schulze, geb. Stünkel (Ronneberg)

Die Pfarrscheune (hier rechts von bzw. nördlich der Alten Superintendentur) in einer Zeichnung von Jeannette Hoppe, Architektin, im Herbst 1948

(Zusammengestellt: Hans Harald Huber)